Pyramiden und Nekropole
von Dahschur
Wo Pharao Snofru das perfekte Grabmal suchte: die rätselhafte Knickpyramide und die weltweit erste geometrisch vollendete Pyramide – fast menschenleer, nur 40 Kilometer von Kairo entfernt.
Rund 40 Kilometer südlich von Kairo, in der Stille der Wüste, liegt eines der eindrucksvollsten und zugleich am wenigsten besuchten Pyramidenfelder ganz Ägyptens.
Dahschur ist ein Ort des Experimentierens – der Ort, an dem die alten Ägypter lernten, wie man eine echte Pyramide baut. Beide Hauptmonumente stammen von Pharao Snofru, dem Gründer der 4. Dynastie und Vater des berühmten Cheops, Erbauer der Großen Pyramide von Gizeh. Anders als sein Sohn suchte Snofru über Jahrzehnte hinweg nach der perfekten Form für sein Grabmal – und hinterließ dabei gleich mehrere monumentale Zeugnisse dieser Suche.
Das Ergebnis sind zwei der eindrucksvollsten Bauwerke der ägyptischen Frühgeschichte: die rätselhafte Knickpyramide mit ihrem markanten Neigungswechsel, und die Rote Pyramide – die weltweit erste vollständig geometrisch korrekte Pyramide. Im Gegensatz zum Trubel auf dem Gizeh-Plateau haben Sie diese Monumente hier oft fast für sich allein.
Die Knickpyramide
Rund 105 Meter hoch geplant, mit einem auffälligen Neigungswechsel auf halber Höhe – vermutlich, um statischen Problemen während des Baus zu begegnen. Eine der viertgrößten Pyramiden Ägyptens.
Die Rote Pyramide
Mit 104 Metern die drittgrößte Pyramide Ägyptens und die erste, die von Anfang an geometrisch korrekt geplant wurde – benannt nach dem rötlichen Kalkstein ihres Kerns.
Erhaltene Außenverkleidung
Im Gegensatz zu fast allen anderen Pyramiden Ägyptens ist bei der Knickpyramide die originale Außenverkleidung noch zu großen Teilen erhalten geblieben.
Ruinen des Mittleren Reiches
Neben den beiden Hauptpyramiden finden sich in Dahschur auch die Überreste jüngerer Ziegelpyramiden sowie Mastaba-Gräber hoher Beamter aus dem Mittleren Reich.
𓋹 Wussten Sie schon?
Pharao Snofru ließ im Laufe seiner rund 24-jährigen Regierungszeit gleich drei Pyramiden errichten – mehr als jeder andere Pharao der ägyptischen Geschichte. Bis heute rätseln Ägyptologen, in welcher der beiden Dahschur-Pyramiden er tatsächlich bestattet wurde: In der Roten Pyramide, seiner „perfekten” letzten Ruhestätte, wurde nämlich nie ein Sarkophag gefunden.
Die Suche nach der perfekten Pyramide
Snofrus erste Pyramide entstand in Meidum, ursprünglich als Stufenpyramide geplant, später versuchsweise zu einer echten Pyramide umgebaut – ein Experiment, das letztlich fehlschlug und unvollendet blieb. Als Snofru seinen Regierungssitz nach Dahschur verlegte, begann er dort mit einem neuen, ambitionierten Bauprojekt: der Knickpyramide.
Ursprünglich mit einer sehr steilen Neigung geplant, mussten die Baumeister etwa auf halber Höhe umdenken: Der Neigungswinkel wurde deutlich abgeflacht, wodurch die charakteristische „geknickte” Silhouette entstand, die dem Bauwerk seinen Namen gibt. Auch im Inneren zeigen sich die Spuren dieses Lernprozesses – das kunstvolle Kraggewölbe der Grabkammer gleicht bis heute eher einer natürlichen Höhle als einem geplanten Raum. Wegen dieser baulichen Unsicherheiten diente die Knickpyramide vermutlich nie als tatsächliche Grabstätte, sondern eher als Kenotaph oder Kultbau.
Aus den Fehlern der Knickpyramide gezogen, ließ Snofru schließlich die Rote Pyramide errichten – diesmal mit durchgehend horizontal verlegten Steinlagen, die den inneren Druck gleichmäßiger verteilten. Mit einem Neigungswinkel von 43 Grad gilt sie bis heute als die spitzwinkligste Pyramide Ägyptens und als die erste vollendete, geometrisch korrekte Pyramide der Weltgeschichte – ein direkter Vorläufer der berühmten Cheops-Pyramide, die sein Sohn wenig später in Gizeh errichten ließ.
Tickets & Öffnungszeiten
Beide Hauptpyramiden sind ganzjährig geöffnet. Die Knickpyramide wurde erst im Juli 2019 – nach jahrzehntelanger Schließung seit 1965 – wieder für Besucher zugänglich gemacht, was einen Besuch heute besonders reizvoll macht. Da Dahschur touristisch deutlich weniger frequentiert ist als Gizeh, lässt sich der Ausflug meist gut mit der nahegelegenen Nekropole von Sakkara und Memphis zu einem gemeinsamen Tagesprogramm kombinieren.
Eintrittspreise Dahschur (Richtwerte)
Direkter Ticketkauf vor Ort möglich, Preise unterliegen AnpassungenUnser Tagesausflug nach Dahschur
Für echte Pyramiden-Enthusiasten und alle, die Ägyptens Monumente abseits der großen Besuchergruppen erleben möchten, ist dieser Ausflug ein besonderes Erlebnis.
Abholung vom Hotel
Ein klimatisiertes Fahrzeug holt Sie in Kairo oder Gizeh ab – die Fahrt nach Dahschur dauert etwa 45–60 Minuten.
Die Knickpyramide
Ihr Guide erklärt die Geschichte des Neigungswechsels und die noch weitgehend erhaltene originale Außenverkleidung des Bauwerks.
Die Rote Pyramide
Sie besichtigen die erste vollständig geometrische Pyramide Ägyptens – je nach aktueller Zugänglichkeit auch von innen.
Ruinen des Mittleren Reiches
Ein Spaziergang zu den jüngeren Ziegelpyramiden und Mastaba-Gräbern rundet den historischen Überblick ab.
Rückfahrt oder Weiterfahrt nach Sakkara
Optional kombinieren wir den Ausflug mit Sakkara und Memphis, bevor es entspannt zurück zu Ihrem Hotel geht.
Preise unseres Dahschur-Ausflugs
Tagesausflug nach Dahschur ab Kairo/Gizeh
Deutschsprachiger Guide · Transfer · Eintritt inklusiveDas ist in Ihrer Tour enthalten
- 🚐 Klimatisierter Transfer ab Ihrem Hotel in Kairo oder Gizeh
- 🎫 Eintrittstickets für die Knickpyramide und die Rote Pyramide
- 🧑🏫 Lizenzierter, deutschsprachiger Ägyptologie-Guide
- 💧 Wasser während der gesamten Tour
- 📖 Ausführliche Erklärung zu Snofrus Suche nach der perfekten Pyramidenform
- 🏛️ Optional: Erweiterung um Sakkara und Memphis am selben Tag
Die wichtigsten Infos auf einen Blick
| Kriterium | Details |
|---|---|
| Erbauer | Pharao Snofru, Gründer der 4. Dynastie (ca. 2613–2589 v. Chr.) |
| Knickpyramide | ca. 105 m ursprüngliche Höhe, viertgrößte Pyramide Ägyptens |
| Rote Pyramide | ca. 104 m Höhe, drittgrößte Pyramide, Neigungswinkel 43° |
| Wiedereröffnung Knickpyramide | Juli 2019, nach Schließung seit 1965 |
| Lage | ca. 40 km südlich von Kairo, Teil der Memphis-Nekropole |
| UNESCO-Status | Welterbe „Memphis und seine Nekropolen” |
| Empfohlene Dauer | Halbtags- bis Ganztagesausflug, je nach Kombination |
| Besonderheit | Deutlich weniger Besucher als auf dem Gizeh-Plateau |
Praktische Tipps für Ihren Besuch
- 👒 Sonnenschutz und Kopfbedeckung mitbringen – das Areal bietet kaum Schatten
- 💧 Ausreichend Wasser einpacken, besonders in den Sommermonaten
- 📷 Wegen der geringen Besucherzahl entstehen hier besonders eindrucksvolle Fotos ohne Menschenmassen
- 👟 Festes Schuhwerk für das unebene Wüstengelände empfohlen
- 🧭 Kombination mit Sakkara und Memphis lohnt sich fast immer – die Entfernungen sind gering
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✉ info@sakkarareisen.de · Antwort in der Regel innerhalb weniger Stunden
Häufige Fragen zu Dahschur
Warum heißt die Knickpyramide so?
Der Name stammt von einem auffälligen Neigungswechsel etwa auf halber Höhe des Bauwerks – vermutlich eine Reaktion der Baumeister auf statische Probleme während der Bauphase.
Ist Snofru tatsächlich in der Roten Pyramide bestattet?
Das ist bis heute nicht abschließend geklärt. In der Roten Pyramide wurde nie ein Sarkophag gefunden, was Ägyptologen weiterhin rätseln lässt, wo Snofrus letzte Ruhestätte tatsächlich lag.
Wie weit ist Dahschur von Kairo entfernt?
Die Nekropole liegt etwa 40 Kilometer südlich von Kairo, die Anfahrt dauert je nach Verkehr rund 45 bis 60 Minuten.
Sollte ich Dahschur mit Sakkara und Memphis kombinieren?
Das empfehlen wir sehr. Alle drei Orte liegen nah beieinander und ergänzen sich hervorragend zu einem Tagesausflug, der die gesamte Entwicklung des Pyramidenbaus nachvollziehbar macht.
Ist die Tour auch für Kinder geeignet?
Ja, besonders die geringere Besucherzahl und die Möglichkeit, teilweise ins Innere der Pyramiden zu gehen, machen den Ausflug für Familien attraktiv.
Wie buche ich die Tour?
Ganz einfach per WhatsApp, E-Mail an info@sakkarareisen.de oder über unser Kontaktformular. Wir melden uns in der Regel innerhalb weniger Stunden mit einer Terminbestätigung zurück.
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